Ein Buch schreiben – was muss ich tun?

von | Nov 22, 2016 | Ein Buch schreiben

Ein Buch schreiben ist für viele Menschen ein Traum, den sie sich erfüllen wollen.

Es gibt viele Bücher, doch wenn auch Du ein Buch schreiben möchtest, wird es einzigartig sein.

Jeder, wirklich jeder Autor hat einmal ganz klein angefangen. Bestimmt hat sich auch jeder einmal gefragt, ob sein Buch eigentlich gerne gelesen wird, wenn es dann fertig ist. Ja, das hängt von vielen Kriterien ab. Hier möchte ich mal ganz allgemein darauf eingehen. Das Wort “eigentlich” zeigt Zweifel und diese Zweifel können Stück für Stück beiseite gelegt werden, doch nur, wenn Du es möchtest.

Wenn Du Dich entschließt, ein Buch zu schreiben und bis dahin noch keine Erfahrung damit gemacht hast, weißt Du womöglich nicht, wo Du anfangen sollst, also schreibst Du einfach mal drauf los. Wo es Dich hinführt, kommt darauf an, wie und was Du schreibst.

Wenn ich ein Buch schreiben möchte, muss ich wissen, wer es lesen soll.

“Ich möchte ein Buch schreiben.” –  “Ok, was für ein Buch soll es denn werden?”

Es macht einen Unterschied, ob Du einen Roman oder einen Ratgeber schreiben möchtest. Auch ein Kinderbuch muss anders aufgebaut werden. Dazu stelle ich Dir nun folgende Fragen, auf die ich unten näher eingehe:

  • Wer ist Deine Zielgruppe? Wen genau möchtest Du erreichen?
  • Welches Genre hat Dein Buch? Ist es ein Roman, ein Ratgeber oder gar eine Dokumentation?
  • Für welchen Erzähler entscheidest Du Dich?
  • In welcher Zeit spielt Deine Geschichte?
  • Wie gut bist Du in der Rechtschreibung?

Wenn Du jetzt mit meinen Fragen überfordert bist, erkläre ich Dir gerne was ich genau damit meine.

Die Zielgruppe ist eng mit dem Genre verknüpft

Die Zielgruppe ist relativ leicht erklärt. Möchtest Du ein Kinderbuch schreiben, dann solltest Du wissen, was und wie Kinder gerne lesen. In dem Blogartikel Was Du als Kinderbuchautor beachten solltest habe ich bereits darüber geschrieben. Dann ist Deine Zielgruppe “Kinder im Alter von x bis y Jahren”.  

Schreibst Du einen Ratgeber, dann entscheide vorher, ob er für Männer, Frauen, Mütter, Väter geschrieben ist, in welchem Alter sie sind und so weiter.

Jörg Kamphaus hat in seinem Blog das Thema Zielgruppe sehr gut beschrieben.

Die Erzählperspektiven

Es gibt vier Erzählperspektiven. Bitte entscheide Dich immer nur für eine Perspektive in Deinem Buch. Das Springen von einem Erzähler zum nächsten stört den Lesefluss und kann zu Verwirrungen führen.

  • Der allwissende Erzähler weiss alles und erzählt es ebenso. Er kennt jeden seiner Figuren nicht nur äußerlich, sondern auch deren Gefühle. Der Erzähler betrachtet und berichtet sowohl aus der Vogelperspektive als auch von einem bestimmten Punkt des Geschehens. Man nennt ihn den auktorialen Erzähler. Mitunter kann der Erzähler den Leser ansprechen und ihn in die Richtung führen, die er will, denn er hat die Fäden komplett in der Hand. Dein Leser geht einfach mit ihm.
  • Der Ich-Erzähler, der nur aus seiner Sicht erzählt. Sein Blickwinkel ist eingeschränkt und er beobachtet immer nur aus seinen Augen. Er hat nur einen Standort. Was die anderen Figuren im Buch denken und wie sie sich fühlen, kann er nur erahnen oder es wird ihm erzählt.
  • Der neutrale Erzähler, der unsichtbar alles berichtet. Er hat keine eigene Meinung und  gibt keine Kommentare. Er kann nicht auf die Geschichte eingreifen.
  • Der personale Erzähler springt von einer Figur in die nächste und berichtet aus deren Perspektive. Er ist nicht körperlich anwesend, sondern beschreibt die Situation und die Gefühle. Das Buch wird in der “er” und “sie” – Form geschrieben.

Vergangenheit oder Gegenwart?

Diese Frage solltest Du Dir stellen, denn denke daran, Du nimmst Deinen Leser mit in Deine Geschichte. Der Leser soll sich bei Dir wohl fühlen, oder? Wenn Du in der Vergangenheit anfängst, in die Gegenwart übergehst und in jedem Absatz die Zeit änderst, wird Deinem Leser womöglich schwindelig. Das verwirrt genau so sehr wie der Perspektivwechsel. Ein Buch schreiben ist eine Kunst, die erlernt werden kann. Dazu gehört es auch, die Zeiten einzuhalten.

Ein Buch mit wenig Rechtschreibfehlern schreiben

Rechtschreibfehler in Büchern kommen mal vor. Ich kenne nicht ein einziges Buch, in dem ich noch keinen Fehler entdeckt habe. Ehrlich. Doch ich habe bereits einige Manuskripte zugeschickt bekommen und angefangen zu lesen. Ja, nur angefangen, denn bereits auf der ersten Seite sind mir  4-5 Rechtschreibfehler entgegengesprungen.  Ganz schrecklich!

Mir stellt sich dann die Frage: Kann oder will der Autor es nicht anders?
Warum schickt mir der Autor ein so fehlerhaftes Manuskript?

Natürlich gibt es immer noch das das Korrektorat und das Lektorat. Auch gibt es Programme, die der Autor nutzen kann. Duden.de ist unter anderem solch ein Programm, das sich sogar online nutzen lässt. Auch die Seite korrekturen.de kann ich gut empfehlen.

In einem weiteren Blogartikel habe ich über das Manuskript und das Exposé geschrieben.

Ein Buch schreiben bedeutet ein Buch zu schreiben und darüber werden auch Bücher geschrieben.

Ich schicke Dir einen wunderbaren Gruß rüber,

Deine Annette Meißner

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