Sybille Kolar im Interview

von | Jan 11, 2017 | Interviews

Sybille Kolar, eine tolle Frau, die ich bald persönlich kennenlerne.

Sybille Kolar InterviewSybille Kolar habe ich kennengelernt, nachdem ich ihren ersten Roman gelesen hatte. Wir haben uns in Januar 2014 auf Facebook miteinander verknüpft und ab der Zeit uns immer wieder mal geschrieben.

Ich bin ein großer Fan ihrer Bücher. Wenn ich das nächste Mal in den Süden fahre, werden wir uns endlich persönlich kennenlernen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

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Möchtest Du Dich selber mal kurz vorstellen?

Sehr gerne! Ich bin gebürtige Münchenerin und schreibe Liebesromane. Eigentlich sind es eher Lebensromane. Es ist das gewöhnliche Leben mit all seinen Beziehungen, Höhen und Tiefen, Liebe und Verrat, Glück und Tod, das ich sehr spannend finde.

Wenn ich gerade nicht über einem Manuskript sitze, bin ich als weiblicher Vorstand meiner großen Familie aktiv. Ansonsten widme ich mich auch noch unserem Garten, bevorzugt den englischen Rosen und Buchsbäumen.

Zusammen mit meinem Mann und unseren beiden Hunden lebe ich in der Nähe von München. Unsere Kinder sind längst erwachsen und aus dem Haus.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen? / Was hat Dich zum Schreiben veranlasst?

Schon mein ganzes Leben lang habe ich gewusst, dass ich eines Tages schreiben würde.  Ich hatte schon immer Freude an bildhafter Sprache und treffenden Formulierungen.

In meiner Jugend waren es Liebesgedichte, später dann eine Kurzgeschichte. Weil ich herausfinden wollte, ob meine Art zu schreiben überhaupt Anklang bei Lesern findet, habe ich mich damit an einem Autorenwettbewerb beteiligt.

Zu meiner Überraschung war meine Geschichte unter den Gewinnern und das veranlasste mich, meinen ersten Roman zu schreiben.

Welches Schreibprogramm nutzt Du und warum?

Die letzten drei Romane habe ich auf Papyrus Autor geschrieben. Ich bin mit einigen Funktionen sehr zufrieden, nutze jedoch nur einen Bruchteil der Möglichkeiten. Mir mehr zu erschließen – oft nur einfachste Dinge – erscheint mir immer zu zeitraubend und dann lasse ich es eben und schreibe so weiter.

Deshalb überlege ich zurzeit, ein anderes Programm auszuprobieren, das mir eine Kollegin empfohlen hat und das mit meinen Gedankengängen vielleicht eher kompatibel ist. Mal sehen …

Aber ich kenne viele Kollegen, die mit Papyrus Autor optimal zurechtkommen.

Lady Cardington hat ein neues Coverkleid. Wie bist Du auf diese Idee gekommen und wer hat Dich dabei unterstützt?

Vor zwei Jahren war ich in der merkwürdigen Situation, dass mein erster Roman Lady Cardington und ihr Gärtner bei den Leser*innen gut ankam – vielmehr waren sie überrascht, wie gut er ihnen gefiel! – und ich erhielt begeisterte Rezensionen. Die Verkaufszahlen bewegten sich jedoch im tiefsten Keller.

Mein Schlüsselerlebnis hatte ich dann kurz darauf auf der Leipziger Buchmesse, als mir ein Branchenkenner Folgendes riet: „Wenn ein gutes Buch floppt, liegt es höchstwahrscheinlich am Cover.“ Ich war entsetzt – hatte ich doch für die Gestaltung bereits einen Fachmann engagiert und bezahlt.

Dann machte ich die Probe aufs Exempel und fragte ein paar Messebesucher, wie das Cover auf sie wirken würde und die meisten dachten, es handelte sich um einen Krimi. Thema verfehlt, sozusagen. Ich brauchte also dringend eine Umschlaggestaltung, die den Inhalt meiner Romane unmissverständlich transportiert.

Sofort nach meiner Rückkehr kontaktierte ich eine Coverdesignerin, die ich bei einem Autorentreffen kennengelernt hatte, und die auch mit Verlagen zusammenarbeitet. Das war der Beginn meiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit Carolin Liepins.

Das neue Design macht sich in den Verkaufszahlen deutlich bemerkbar und ich höre oft von Leserinnen, die meine Romane anfangs nur deshalb gelesen haben, weil sie die Cover so schön fanden und nicht widerstehen konnten.

Woher nimmst Du Deine Ideen?

Dazu würde ich gerne mit einem Blogeintrag antworten, den ich einmal als ausführliche Antwort auf diese Frage verfasst habe: https://sybillekolar.com/2014/04/02/schreiben-als-meditativer-schopfungsakt/

Wie viel Zeit investierst Du ins Schreiben?

Das ist völlig unterschiedlich. Meistens bin ich sehr entspannt und schreibe meine 1000 Wörter am Tag. Doch das ändert sich schlagartig, sobald ich meinen Abgabetermin im Lektorat vereinbart habe. Ab diesem Zeitpunkt verwandelt sich meine Gelassenheit in Besessenheit und ich arbeite oftmals bis tief in die Nacht.

Allerdings war es doch bis jetzt so, dass ich bis auf einzelne zu streichende Sätze (und Tausende Korrekturen! ☺) fast immer sozusagen druckreif schreibe. Ich musste meine Manuskripte bis jetzt weder teilweise noch komplett umschreiben, was ja äußerst zeitraubend ist, sondern brauche wirklich nur die Zeit, die eben zum reinen Tippen und Überarbeiten eines Romans nötig ist.

Kennst Du schon zu Beginn das Ende Deines Romans?

Im Prinzip schon. Das erleichtert mir den Schreibfluss auch ungemein, wenn ich weiß, wohin die Reise geht. Beim 4. Band allerdings, Sommerstürme, habe ich bis zuletzt nicht einmal geahnt, wie die Geschichte ausgehen wird.

Es war auch für mich so spannend, dass ich mich phasenweise gar nicht getraut habe weiterzuschreiben. Zwischendurch habe ich meine Protagonisten immer wieder gefragt: „Leute, was macht Ihr denn für Sachen?“

Dürfen wir noch auf weitere Teile der Cardington-Manor-Reihe hoffen?

Ja, es wird noch mindestens einen weiteren Band geben. Und je nachdem, wie diese Geschichte ausgehen wird, entscheidet sich dann, ob noch ein 6. Band dazukommt. Ich brauche, dass diese Serie ein rundes Ende hat, das den Leser befriedigt zurücklässt – eher höre ich nicht auf. ☺

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Was sagt Deine Familie dazu, dass Du schreibst?

Meine Familie findet es wunderbar und steht hinter mir. Mein Mann ist immer der Allererste, der einen neuen Roman von mir zu lesen bekommt. Er ist mein wichtigster Testleser und außerdem meine Muse: In seiner Gegenwart kann ich schreiben wie eine Göttin – zumindest kommt es mir so vor!

Und ich denke, meine Kinder genießen es auch, dass ich sie gut in ihre eigenen Leben loslassen kann, was womöglich anders wäre, hätte ich nicht meine Schreibleidenschaft.

Neulich hatte ich ein nettes Erlebnis: Mein Sohn leitete die SMS einer Freundin an mich weiter, die im Zug eine Frau gesehen hatte, die gerade einen meiner Romane las.

So etwas freut mich natürlich sehr.

Was ist das Wichtigste, was Du angehenden Autoren mit auf den Weg geben möchtest?

Das, was ich jedem anderen Menschen auch sagen würde:

Zieh Dein Ding durch und bleib stets authentisch!

Und Dir, liebe Annette, möchte ich herzlich danken, dass ich auf Deiner schönen und interessanten Seite zu Gast sein durfte!

Hier geht es zu den Büchern von Sybille Kolar:

Hier geht es zur Webseite von Sybille Kolar

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