Valeska Réon im Interview

von | Dez 22, 2016 | Interviews

Über Valeska Réon

Ich lernte Valeska Réon als vielseitige und humorvolle Frau kennen. Sie ist Autorin und Lektorin. Wir haben schon viele wunderbare Gespräche geführt, die ich sehr genoss. Als ich sie fragte, ob ich sie auf meinem Blog interviewen darf, ist sie meiner Einladung direkt gefolgt. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Hallo liebe Valeska, ich freue mich sehr, dass Du Dich hier auf meinem Blog zu einem Interview mit mir triffst. So können Dich meine LeserInnen auch kennenlernen – die, die Dich noch nicht kennen.

 

 

Möchtest Du Dich selber mal kurz vorstellen?

Aber gerne, zuerst einmal danke für Deine Einladung zum Interview.

Ich bin 1962 im Rheinland geboren und bei meiner Tante aufgewachsen. Während meiner Ausbildung zur Friseurin und Visagistin bin ich dann, quasi aus dem Salon heraus, als Model entdeckt worden und nach Paris gegangen. Als ich dieses Jobs überdrüssig war, habe ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht, um später dann eine Privatdetektei zu gründen. Diese habe ich 2015 zugunsten meines Lektorats aufgegeben.

Ich wollte einer lieben Freundin zum Geburtstag so eine Art Schönheitsratgeber schenken, fand aber alles in der Buchhandlung ganz schrecklich langweilig. Also habe ich selber einen geschrieben, besagte Freundin meinte dann: „Das musst du unbedingt an Verlage schicken!“ Gesagt, getan – der Ullstein Verlag meldete sich dann bei mir, da sie solch ein Buch schon lange suchten.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen? / Was hat Dich zum Schreiben veranlasst?

Ich wollte einer lieben Freundin zum Geburtstag so eine Art Schönheitsratgeber schenken, fand aber alles in der Buchhandlung ganz schrecklich langweilig. Also habe ich selber einen geschrieben, besagte Freundin meinte dann: „Das musst du unbedingt an Verlage schicken!“ Gesagt, getan – der Ullstein Verlag meldete sich dann bei mir, da sie solch ein Buch schon lange suchten. Naja, und von da an habe ich fleißig weitergeschrieben.

Wann hast Du Deine erste Geschichte. bzw. Deine ersten eigenen Zeilen verfasst?

1996 habe ich mit dem o.g. Ratgeber angefangen, er heißt übrigens „Das kleine Grüne“ und ist 1997 erschienen. Dafür, dass der erste Versuch direkt zu einer Veröffentlichung geführt hat, bin ich natürlich sehr dankbar.

Wann hast Du Deine erste Geschichte. bzw. Deine ersten eigenen Zeilen verfasst?

1996 habe ich mit dem o.g. Ratgeber angefangen, er heißt übrigens „Das kleine Grüne“ und ist 1997 erschienen. Dafür, dass der erste Versuch direkt zu einer Veröffentlichung geführt hat, bin ich natürlich sehr dankbar.

Was sagt Deine Familie dazu, dass Du schreibst?

Die einzige, die stolz wie Bolle war und sich für mich gefreut hat war meine Tante Christa. Leider ist sie Anfang dieses Jahres verstorben. Mit dem Rest der Familie habe ich schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr, da ihnen mein Lebensentwurf nicht gefiel. Ich bin eine große Verfechterin davon, Leute, die einem nicht guttun, aus seinem Leben zu verbannen.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die Autoren nach Deiner Meinung haben sollten?

Hui, da fallen mir ganz viele Dinge ein. Die „richtigen“ Starautoren zeichnen sich ja alle durch eine Kombination von „good skills“ aus, wie die Amis es so schön nennen. Dazu gehören:

Vor allem Disziplin, um sich jeden Tag für einen festgelegten Zeitraum seinem Manuskript zu widmen. Da fällt dann auch schonmal die eine oder andere Party aus, weil man für sich im stillen Kämmerlein sitzt.

Fantasie, um eine Idee zu entwickeln, die dann während des Schreibprozesses bei mir oftmals in eine ganz andere Richtung geht.

Zuhören können ist auch ganz wichtig, denn das, was mir meine Freundinnen erzählen oder was ich in der U-Bahn aufschnappe, wird alles „hinten links“ bei mir abgespeichert und kann bei Bedarf zu Papier gebracht werden.

Die Lust an Menschen ist zu nennen, sich mit den unterschiedlichsten Leuten zu unterhalten, sich deren Lebensgeschichte anzuhören, um daraus etwas zu entwickeln. Die wirklich guten Autoren, die ich kenne, sind alle nicht oberflächlich, sondern blicken tiefer, schauen dem Leben viel ab und wissen es perfekt für ihre Bücher zu nutzen.

Und zum Schluss natürlich die Lust am Schreiben, denn mal ganz unter uns: Autorin ist doch der geilste Job überhaupt!

Mit welchem Programm schreibst Du? Was gefällt Dir daran?

Ich benutze Word und sonst gar nichts. Ich weiß, dass einige Kollegen zum Beispiel Papyrus Autor verwenden, um die Biografien ihrer Buchfiguren zu managen, ich bin da aber eher altmodisch gepolt und zeichne mir dann lieber einen Zeitstrahl auf als eine Software zu bemühen.

Ich danke Dir für diese interessanten Fragen, die mir wieder einmal zeigen, wie glücklich ich mich als Autorin schätzen darf!

Hier eine Auswahl von Valeska Rèons Büchern:

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