Vera Nentwich im Interview

von | Jan 5, 2017 | Interviews

Vera Nentwich habe ich bei unserem ersten Autorenstammtisch kennengelernt.

Über Vera Nentwich

Vera Nentwich im Interview

Sie ist eine Frau mit viel Humor und sehr gebildet. Es macht Spaß, sich mit ihr zu unterhalten.

Ihre Bücher habe ich gerne gelesen und auch ihre Lesungen gestaltet sie ausgesprochen kurzweilig. Das weiß ich genau, denn ich habe bereits einige Lesungen von ihr miterlebt.

Wir haben uns auch privat getroffen und werden es wieder tun. Ich verbringe gerne Zeit mit ihr, denn sie schafft es immer wieder, dass ich über ihr Gesagtes im Nachhinein nachdenke.

Als ich sie um ein Interview für die Autorenbox bat, hat sie sofort zugestimmt, was mich sehr gefreut hat.

 

 

Möchtest Du Dich selber mal kurz vorstellen?

Ich bin die, die gerne lacht und die gelernt hat, dass ein Lächeln Wunder wirken kann.

Seit ich dies erfahren habe, bemühe ich mich, die Menschen um mich herum anzulächeln. Überraschenderweise wirkt dies sogar bei mir selbst. Kann jeder mal ausprobieren und sich im Spiegel anlächeln. Schlechte Laune ist dann definitiv passé.

Ich glaube, jetzt hat jeder schon ein gutes Bild von mir, oder?

Wie bist Du zum Schreiben gekommen? / Was hat Dich zum Schreiben veranlasst?

Zum Schreiben veranlasst hat mich Fräulein Jansen, meine Lehrerin in der Volksschule.

Ja, ich bin schon so alt und war noch in der Volksschule und da hat Fräulein Jansen von mir verlangt, dass ich Buchstaben auf meine Tafel malen sollte. Seitdem bin ich vom Schreiben angefixt und habe nie wieder aufgehört.

Recherchierst Du, bevor Du Dich ans Schreiben machst oder schreibst Du ein- fach drauf los?

Ganz ehrlich?

Ich finde, zu viel Vorabrecherche hält nur auf und macht alles komplizierter.

Natürlich mache ich mir vor dem Start eines Projekts Gedanken und sammele grundlegende Fakten. Beispielsweise gibt es in meinem aktuellen Projekt, den dritten Teil der Biene-Hagen-Reihe, einen Giftmord.

Da muss ich dann schon vorab ein wenig schauen, was passiert, wenn jemand ein spezielles Gift bekommt, um dann die Handlung entsprechend zu gestalten. Aber viele Detailfragen tauchen erst beim Schreiben auf und die muss ich dann klären. Ggf. heißt das dann, die Geschichte noch einmal anpassen zu müssen.

 

Was liest Du gerne und wer ist Dein Lieblingsautor?

Ich mag es positiv und optimistisch.

Beim Lesen möchte ich mich in eine schöne Welt träumen und den Alltag ein Stück weit vergessen. Ich mag die witzigen Sachen von David Safier, auch wenn mich jedes Mal das Ende bei ihm enttäuscht.

Ich mag teilweise auch den Humor von Tommy Jaud. Eine Zeit lang habe ich die Stephanie-Plum-Romane von Janet Evanovich gerne gelesen. Nicht zuletzt haben sie mich zu meiner Biene-Hagen-Reihe inspiriert. Aber die letzten Teile von Janet Evanovich haben mich nicht mehr so gepackt.

Thommie Bayer lese ich auch gerne. Aktuell lese ich »Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat« von Gavin Extence. Passt natürlich zu meinen beiden Rausgekickt-Romanen.

Also es ist zu sehen, dass ich letztlich gerne lese, was ich auch schreibe.

Woher nimmst Du Deine Ideen?

Das kann ich gar nicht genau sagen. Es ist mehr ein Entschluss, jetzt eine Idee haben zu wollen, der dann zu einem Ergebnis führt, als der zufällige Kuss der Muse. Ich nehme mir vor, jetzt schreibe ich einen Krimi und das Opfer soll dieses Mal vergiftet werden.

Dann konstruiere ich die Handlung und Personen drumherum.

Ich danke Dir für das tolle Interview und jetzt hast Du die Möglichkeit, unseren Lesern noch etwas mitzuteilen, was Dir auf dem Herzen liegt.

Wir leben in wirren Zeiten, in denen viele Menschen Angst haben und dadurch den gesunden Menschenverstand verlieren.

Vor allen Dingen die Menschlichkeit und viele Dinge, für die wir seit Generationen einstehen, drohen auf der Strecke zu bleiben. Ich wünsche allen, dass sie sich nicht von imaginären und irrationalen Ängsten leiten lassen, sondern auf ihr Herz hören.  Ich bin sicher, dann wird es uns allen besser gehen und niemand hat mehr Angst.

Oder, wie schon gesagt, gelegentlich mal im Spiegel anlachen. Ein Buch von mir zu lesen, hilft übrigens auch, die Welt etwas fröhlicher zu betrachten.

Vera Nentwich Werke:

Hier geht es zum Blog von Vera Nentwich

Zum Blog von Vera

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